Audiovisualisierung

Die durch bewegte Bilder in Videos ermöglichte realitätsnahe, audiovisuelle Produktpräsentation generiert (…) ein „affektives Erleben“ des Produktes, wobei sowohl die Einstellung gegenüber der Werbedarbietung als auch gegenüber der Marke dadurch verbessert wird. Wie amplifiziert, führt dies zu einer theoriegestützten Erhöhung der Kaufabsicht für das beworbene Produkt. Empirische Ergebnisse von Geissler/Zinkhan/Watson weisen dazu eine höhere Kaufabsicht für ein beworbenes Produkt durch die Implementierung von „attractive graphics“ in eine Website im Vergleich zu einer konventionell, d.h. weitgehend ohne formale Gestaltungsmittel konzipierten, textgestalteten Homepage nach. Eine einzigartige, differenzierende Werbegestaltung im Online-Marketing intensiviert gemäß Manchanda et al. ebenfalls die Kaufabsicht für ein beworbenes Produkt. Wie Li/Daugherty/Biocca belegen, bewirkt eine dreidimensionale Produktpräsentation eine höhere Kaufabsicht für ein beworbenes Produkt als eine zweidimensionale Darbietung dessen. Spezifiziert auf Videos indizieren Ergebnisse von Raney et al. die Implementierung von Werbefilmen in Websites als probates Mittel um die Kaufabsicht von Konsumenten zu beeinflussen. (Zitat Stefan Hampel, „Werbewirksames Email-Marketing“, Logos 2011, Seite 171)

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Frankfurt Tattoo Convention

Audiovisualisierung ist einer der Megatrends der Stunde. Immer mehr Unternehmen präsentieren sich und ihre Produkte im Internet mit audiovisuellen Inhalten. Das Internet wird bewegt, klassisches Fernsehen und Radio sowie der klassische Mobilfunk verschmelzen zunehmend mit dem Online-Segment (Apps, Smart-TV, IP-TV, Internet-Radio, etc.). Und längst spiegelt sich die steigende Gewichtung audiovisueller Inhalte auch in den Umsatzzahlen der Medienbranche wider.

„Das Internet bleibt der maßgebliche Wachstumstreiber der deutschen Unterhaltungs- und Medienbranche. Die kumulierten Umsätze mit Internetzugängen und Onlinewerbung sind 2011 um 11,5 Prozent gewachsen und kamen zusammen auf einen Anteil von 23 Prozent an den gesamten Branchenerlösen. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 waren es noch 16,7 Prozent. Damit hat das Internet erstmalig das Fernsehen (20,8 Prozent) als größten Umsatzträger im Unterhaltungs- und Medienmarkt überholt. (Zitat „German Entertainment and Media Outlook: 2012–2016“, Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, 23. Oktober 2012).

Die Gründe für den Megatrend Audiovisualisierung liegen auf der Hand: Produkte, Projekte und ganze Unternehmen werden für Kunden und Interessenten greifbar, wenn sie realitätsnah dargestellt werden. Eine ansprechende Präsentationsform steigert zudem das Markenbewusstsein und schafft zusätzliche Werte wie Branding, Qualitätsempfinden und Unverwechselbarkeit. Vom Gastronomiebetrieb bis zum Infrastrukturprojekt, von Industrieanwendungen bis zur Geschäftsimmobilie, vom Product-Launch bis zur Company-Presentation: Inhalte werden verständlicher. Prozesse lassen sich besser darstellen, zukünftige Produkte realitätsnah bewerben und Unternehmen ansprechend inszenieren, wenn sie mit audiovisuellen Inhalten präsentiert werden.

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